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Sie

Wir haben mehrere Einzelrisiken identifiziert — Währung, Lieferkette, Zinsen. Wie sollten wir die Wechselwirkungen zwischen diesen Risiken bewerten?

10:24
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FVG Advisor

FVG empfiehlt dafür die Risikoaggregation mittels Monte-Carlo-Simulation. Dabei werden alle Einzelrisiken mit ihren jeweiligen Wahrscheinlichkeitsverteilungen gleichzeitig simuliert — typischerweise in 10.000 oder mehr Durchläufen. Der entscheidende Vorteil gegenüber einer einfachen Addition: Die Simulation bildet Diversifikationseffekte und Korrelationen zwischen Risiken ab. Häufig ist der Gesamtrisikoumfang geringer als die Summe der Einzelrisiken, weil sich manche Risiken gegenseitig kompensieren. Als Ergebnis erhalten Sie eine Verteilung der möglichen Unternehmensergebnisse und können daraus den Eigenkapitalbedarf, die Insolvenzwahrscheinlichkeit und risikoadjustierte Renditekennzahlen wie den RORAC ableiten.

Basiert auf FVG-Wissensbasis 10:24
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Sie

Wie bestimmen wir, welche Risiken wirklich bestandsgefährdend sind und welche wir akzeptieren können?

10:25
A
FVG Advisor

Dafür nutzt FVG eine fünfstufige Relevanzskala — von 'unbedeutend' bis 'bestandsgefährdend'. Die Einstufung basiert auf dem Risikowertbeitrag: Wie stark verändert ein einzelnes Risiko den Unternehmenswert? Entscheidend ist dabei nicht nur die Schadenshöhe, sondern die Kombination aus Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung. Ein Risiko mit hohem Schadenpotenzial aber sehr geringer Wahrscheinlichkeit kann weniger relevant sein als ein mittleres Risiko, das fast sicher eintritt. Zu den konkreten Schwellenwerten für die Relevanzstufen in Ihrer Branche liegen mir begrenzte Informationen vor — diese hängen von der individuellen Risikotragfähigkeit Ihres Unternehmens ab.

Teilweise aus FVG-Wissensbasis, ergänzt durch allgemeines Wissen 10:25
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FVG Advisor
FVG Advisor antwortet auf Basis der FVG-Wissensbasis